Carsharing Münster

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Hier haben wir alle wichtigen Informationen zum Thema Carsharing in Münster für Sie gesammelt. Die Stadt Münster in Westfalen mit ihren knapp 300.000 Einwohnern ist eigentlich weltweit als Fahrradstadt bekannt. Doch genau das macht für die Einwohner auch die Nutzung von Carsharing interessant.

Denn wenn sowieso die meisten Strecken mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, kann Carsharing eine optimale Ergänzung sein, um komplett auf ein eigenes Fahrzeug zu verzichten. Somit trägt man auch dazu bei, die Umwelt zu schonen.

Oft ist diese Variante viel günstiger als ein Mietwagen von der klassischen Autovermietung. Laut dem Bundesverband Carsharing kommen in Münster auf 1.000 Einwohner etwa 0,49 Carsharing-Fahrzeuge (Platz 18 in Deutschland – Stand 2015).

Stadtteilauto Carsharing Münster

Carsharing in Münster kann bereits auf eine lange Tradition zurückblicken. Bereits im April 1992 war das erste Stadtteilauto auf den Straßen in der westfälischen Stadt unterwegs. Damals wurde das Angebot unter dem Namen „Verein Verkehrswende e.V.“ gestartet. Seit dem ist das Unternehmen stetig expandiert und inzwischen unter dem Namen Stadtteilauto CarSharing Münster GmbH firmiert und als selbstständiges Dienstleistungsunternehmen tätig.

Derzeit gibt es weit über 45 Carsharing-Stationen in der Stadt und im direkten Umland, an denen jeweils bis zu 14 Fahrzeuge zur Verfügung stehen. So kann jeder Nutzer in der Regel zu Fuß die nächste Station erreichen. Auch in der Umgebung wie in Dülmen, Warendorf, Hamm oder Soest wird weiter expandiert.

Seit Anfang 2016 gibt es einen CarsharingPlus-Tarif, der in Kooperation mit den Stadtwerken Münster angeboten wird. Hier gibt es einen Mindestumsatz von lediglich 5 Euro im Monat, der sogar mit den Fahrtkosten verrechnet wird.

Alternativ betreibt der Carsharing-Dienst der Deutschen Bahn Flinkster eine eigene Station am Hauptbahnhof von Münster, spielt aber eher eine untergeordnete Rolle. Am Flughafen Münster gibt es übrigens bisher kein Carsharing. Trotzdem kann sich bei den stationären Angeboten auch eine Langstreckenfahrt dorthin lohnen.

Carsharing Vergleich Münster

Anbieter Kommentar Carsharing-Variante
Drivy Vermittlung privater Fahrzeuge stationär
Flinkster 1 Standort stationär
Stadtteilauto 45 Standorte stationär
Tamyca Vermittlung privater Fahrzeuge stationär

Es gibt zwei wichtige Carsharing Varianten. Bei dem stationsbasierten Carsharing müssen die Fahrzeuge an festen Stationen abgeholt, zurückgegeben und für einen bestimmten Zeitraum reserviert werden. Beim flexiblen Carsharing können die Fahrzeuge überall und jederzeit im jeweiligen Geschäftsgebiet angemietet und abgestellt werden.

In Münster ist bisher ausschließlich stationsbasiertes Carsharing möglich. Ob in Zukunft auf flexibles Carsharing angeboten wird, ist nicht bekannt. Derzeit gibt es keine Pläne diesbezüglich.

Als Alternative zu den kommerziellen Carsharing-Anbietern oder Autovermietungen mit einer eigenen Flotte bietet sich das private Carsharing in Münster an. Dieses wird beispielsweise von den Vermittlungsplattformen Drivy und Tamyca ermöglicht. Hier stellen Privatpersonen das eigene Fahrzeug zur Vermietung bereit.

Echtzeit Carsharing Standorte

Hier sehen Sie die aktuellen Standorte und die freien Fahrzeuge in Münster. Durch einen Klick auf die Symbole in der Karte können Sie sehen, um welchen Carsharing-Anbieter es sich handelt. (Es werden nicht alle Anbieter unterstützt.)


Die Karte ist ein externer Service von Mobility Map (Datenschutz), auch als App verfügbar.

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Ich nutze Carsharing häufig und bin Kunde bei vielen Anbietern. Da die Branche stets in Bewegung und dementsprechend spannend ist, habe ich diese Webseite gegründet. Für alle, die mehr über Carsharing erfahren und immer informiert sein möchten.

6 KOMMENTARE

    • Hallo Thomas,

      in Münster ist das höchste der Elektro-Gefühle ein Hybrid-Fahrzeug. Diese gibt es beim Stadtteilauto. Flinkster hat sehr viele Elektrofahrzeuge in Deutschland, jedoch nicht in Münster.

      Viele Grüße

      Nick

  1. Ich bin seit kurzem Kunde von Stadtteilauto. Was wirklich nervt, ist dass es alles irgendwie ziemlich altbackend wirkt (Webseite, App, Buchungssystem) und es keinen direkten Kontakt über soziale Netzwerke gibt. Ich hoffe das wird sich nun durch die neue Koorparation mit den Stadtwerken Münstern ändern. Auch wenn der neue Partnertarif teurer ist als Flinkster. Die Fahrzeugauswahl und Verfügbarkeit ist gut. Und die Fahrzeuge tun, was sie sollen – fahren. Nervig ist allerdings diese ganze zusätzliche Vorkriegstechnik: Die meisten Stationen verfugen über einen Schlüsselsafe, dort kann der Schlüssel entnommen werden. Im Auto dann noch einmal Chip des Schlüssels dran halten und dann darf ich das Auto auch mit dem Schlüssel starten. Bei der Konkurrenz ist das besser. Karte an die Frontscheibe und schon ist man drin. Das gibt es bei Stadtteilauto auch, allerdings nur selten und wenn, dann ist noch ein abgefahrener Kartenleser im KfZ, welcher nochmal die Karte und die Eingabe einer PIN benötigt.

    Naja ich wünsche mir ein wenig mehr Benutzerfreundlichkeit und den Sprung zu einem modernen Anbieter.

    • Das ist nicht mehr ganz zeitgemäß, das stimmt 🙂

      Bestimmt freut sich Stadtteilauto über konstruktive Kritik, am besten mal die Nachricht direkt an den Anbieter schicken.

      Grüße
      nick

  2. Hallo Nick,

    ich wohne in Münster und brauche nur 2-3 mal im Jahr ein Auto. Woran erkenne ich bei privaten Carsharing-Anbietern, wie seriös sie sind. Kennst Du schwarze Schafe hier?

    Gruß
    Bernd

    • Hallo Bernd,

      beim privaten Carsharing auf jeden Fall auf die Bewertung durch vorherige Mieter achten.

      Ansonsten ist das „normale“ Carsharing von den kommerziellen Anbietern auch gut geeignet, wenn man nur ganz selten ein Auto braucht.

      Grüße
      Nick

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