Carsharing per Smartwatch

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Mit der Uhr am Handgelenk ein Fahrzeug öffnen und einfach losfahren. Was sich noch vor wenigen Jahren wie Science-Fiction angehört hat, ist heute bereits Realität. Die Verbreitung von Smartwatches schreitet immer schneller voran, zuletzt kam der Markt durch die Einführung der Apple Watch im April 2015 ordentlich in Bewegung. Auch viele andere Elektronikhersteller wie Motorola oder LG bieten bereits verschiedene Uhren an.

Der erste und bisher einzige Carsharing-Anbieter in Deutschland, der eine App für die Apple Watch veröffentlicht hat, ist DriveNow. Zum Start der Apple Watch war die entsprechende App bereits verfügbar und ermöglicht das Finden, Reservieren, Öffnen und Schließen der Fahrzeuge.

Das Unternehmen INVERS, welches Carsharing Technologie für Anbieter entwickelt, hat nun eine App programmiert, die alle wichtigen Funktionen für den Carsharing-Nutzer kombiniert. Die App dient als digitaler Schlüssel am Handgelenk und soll damit die bisher eingesetzten Chipkarten und Smartphones für den Fahrzeugzugang auf Dauer ersetzen. Damit soll Carsharing noch einfacher und komfortabler werden.

INVERS App für AppleWatch
INVERS App für AppleWatch

Die App erkennt automatisch, sobald sich ein Carsharing-Fahrzeug in der Nähe befindet und bietet ebenfalls einen direkten Zugang zum Fahrzeug an. Unterwegs werden dem Fahrer live Informationen wie der Tankfüllstand oder den Türstatus angezeigt. Am Ende der Fahrt gibt die App darüber Auskunft, wie lange und wie weit gefahren wurde und welche Gebühren für die Fahrt entstanden sind. Dank verschlüsselter Kommunikationskanäle wie Bluetooth soll sichergestellt werden, dass auch an Orten ohne Mobilfunkempfang, wie z.B. in Tiefgaragen, eine zuverlässige Nutzung möglich ist.

Erstmalig wird INVERS die Carsharing App für die Apple Watch auf dem World Collaborative Mobility Congress Ende Juni in Innsbruck vorstellen. Es ist davon auszugehen, dass in Zukunft viele Carsharing-Anbieter Apps für Smartwatches bereitstellen. Auch wenn der Markt noch in den Kinderschuhen steckt, ist dies der nächste logische Schritt nach der Chipkarte und dem Smartphone als Zugangsmedium. Vorausgesetzt ist natürlich, dass sich die digitale Uhr am Handgelenk auch wirklich durchsetzt und vom Nischenprodukt zum Massenphänomen wird. Das lässt sich allerdings noch nicht abschätzen.

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