Erfolgreiches Carsharing auf dem Dorf

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Hübenthal ist ein kleiner Ortsteil von Witzenhausen mit ca. 100 Einwohnern. Es existiert kein öffentlicher Personennahverkehr, ohne ein Auto ist man in den meisten Fällen aufgeschmissen. Vor allem Berufspendler sind auf ein Fahrzeug angewiesen, aber auch für größere Einkäufe muss man in den Nachbarort fahren. Ein Zweitwagen für Einkäufe und andere Erledigungen in der Stadt lohnt sich jedoch in der Regel nicht, da sich ein Fahrzeug unter 15.000 Kilometern im Jahr kaum rechnet.

Carsharing ist genau in solchen Fällen eine perfekte Ergänzung. In ländlichen Regionen scheitert Carsharing jedoch oft an der mangelnden Auslastung der Fahrzeuge. Das dies auch anderes geht zeigt die Initiative „Dorfautos Hübenthal„.

Schon seit 2006 existiert in dem Dorf Hübenthal ein privat organisiertes Carsharing. Angefangen hat alles mit drei Personen, die sich zwei Autos geteilt haben. Inzwischen teilen sich von den 100 Einwohnern ca. 30 Mitglieder drei Fahrzeuge. Die Autos legen monatlich eine Strecke von ungefähr 3000 Kilometern zurück. Neben der einmaligen Anmeldegebühr von 50 Euro fällt für eine Fahrt eine Kilometerpauschale von nur 35 Cent an. Darin sind, wie beim Carsharing gewohnt, sämtliche Kosten wie Reparaturen, Wartung und Versicherungen enthalten. Die Abrechnung erfolgt monatlich und wird persönlich als Brief überreicht. Die Buchung erfolgt über den heimischen Rechner.

Dieses Beispiel zeigt, dass Carsharing auch in ländlichen Gebieten sehr erfolgreich funktionieren kann und eine gute Alternative zum Zweitwagen darstellt.

2 KOMMENTARE

  1. Liebe Carsharing-Fans,

    ich wohne in 67376 Harthausen mit 3000 Einwohnern und möchte bei uns eine neue Carscharing-Station auf machen. Dazu brauche ich aber noch Mitstreiter. Wie gestalte ich am besten die Werbung, damit auch konservative Bürger davon über zeugt werden können.? Vielleicht habt ihr Tipps dazu.

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