Kommentar: Opel steigt ins Carsharing ein?

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In vielen Medien liest man derzeit davon, dass Opel nun auch in das Carsharing Geschäft einsteigt und damit einen Angriff auf die Angebote von BMW (DriveNow) und Daimler (car2go) startet, die bereits seit einigen Jahren eigenes Carsharing anbieten. Richtig ist, dass Opel jetzt erstmals offiziell den Carsharing-Markt in Deutschland betritt. Jedoch geht der Autobauer Opel einen völlig anderen Weg als die etablierten Angebote der Autohersteller.

Im Gegensatz zu Daimler, BMW und Citroën will Opel keine eigene Flotte mit Fahrzeugen aus dem eigenen Hause starten, sondern stellt lediglich eine App zum Autoteilen bereit. Die App wurde auf den Namen CarUnity getauft. Über diese sollen Privatpersonen dann das eigene Fahrzeug einstellen und vermieten. Übrigens sind Fahrzeuge aller Marken gerne gesehen.

Neu ist diese Idee nicht. Wo der genaue Unterschied zu etablierten Vermittlungsplattformen wie Tamyca oder Drivy besteht ist noch nicht bekannt. Hier muss sich Opel schon etwas ganz Besonderes einfallen lassen, um auf diesem Markt Anteile zu bekommen. Zuletzt kam der Markt des privaten Carsharings durch die Fusion von Drivy und Autonetzer ordentlich in Bewegung.

Am 24. Juni sollen weitere Details zum Angebot und die bundesweite Freischaltung der App folgen. Zunächst testen die etwa 20.000 Mitarbeiter des Autobauers das System. Oft wurde das vor Kurzem eingestellte Angebot SpotCar aus Berlin fälschlicherweise als Carsharing von Opel bezeichnet. Hier kamen jedoch lediglich Fahrzeuge von Opel zum Einsatz, offiziell hatte Opel bis auf eine Werbeaktion nichts mit dem Angebot zu tun, die Fahrzeugauswahl erfolgte unabhängig.

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