Parkplatznot in Lübeck – Senator empfiehlt Carsharing

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In der Hansestadt Lübeck mit ihren über 200.000 Einwohnern könnte die Parkplatzsuche in Zukunft ziemlich anstrengend werden. Aufgrund von immer häufigeren Beschwerden gegen Falschparker macht die Stadt jetzt ernst. Ab Ende Januar 2014 werden die Ordnungshüter ein Stadtgebiet nach dem anderen durchkämmen und Strafzettel verteilen.

Blick über die Dächer von Lübeck von St. Petri aus nach Westen © Arnold Paul
Blick über die Dächer von Lübeck von St. Petri aus nach Westen © Arnold Paul

Zugeparkte Gehwege und Kreuzungsbereiche erschweren zunehmend das Leben der Anwohner, Entsorgungsbetriebe und Rettungsdienste. Lübeck hat wie viele historische Städte in Deutschland mit besonders engen Wohngebieten und Straßen zu kämpfen. Zudem möchten die meisten Autobesitzer möglichst direkt vor der eigenen Haustür parken. Doch die engen Straßen und Wege sind nicht für so viel ruhenden Verkehr ausgelegt.

Durch die stärkere Kontrolle des Ordnungsamtes wird sich die Anzahl der Stellplätze in Zukunft nahezu halbieren. Bisher verteilt das Ordnungsamt nur Informationszettel an den Fahrzeugen, die falsch parken. In Zukunft werden dann 15 Euro fällig.

Der Lübecker Senator Bernd Möller, Bündnis 90/Die Grünen, empfiehlt deshalb den Anwohnern verstärkt Carsharing zu nutzen, Parkplätze in Parkhäusern zu mieten oder die Fahrzeuge am Altstadtrand zu parken.

Carsharing in Lübeck

Doch welche Möglichkeiten gibt es in Lübeck für Carsharing? Derzeit gibt es mit StattAuto nur einen kommerziell betriebenen Carsharing-Anbieter in der Hansestadt. Dieser betreibt an 19 Standorten eine Flotte von über 60 Carsharing-Fahrzeugen. Die Stationsliste sowie Preisangaben und weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Webseite von StattAuto Lübeck.

Zudem besteht in Lübeck die Möglichkeit des privaten Carsharing. Auf der Plattform Autonetzer stellen derzeit etwa zehn Privatpersonen ihr Fahrzeug anderen Einwohnern zur Verfügung.

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