Share Economy, geteilter Konsum

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Teilen statt Besitzen! Das Internet macht den gemeinschaftlichen Konsum immer einfacher. Heute werden bereits Autos, Wohnungen, Bücher und mehr mit anderen Mitmenschen geteilt. Inzwischen hat sich der Sammelbegriff Share Economy für die Branche etabliert. Wir wagen heute einen Blick über den Tellerrand hinaus und gucken, was man abgesehen vom Auto noch teilen kann.

Carsharing

Auto wird übergeben © Tamyca
Auto wird übergeben © Tamyca

Als Besucher dieser Webseite werden Sie wahrscheinlich schon wissen, dass es hierbei um das Teilen von Kraftfahrzeugen geht. Carsharing ist einer der größten Trends der letzten Jahre und wird das Mobilitätsverhalten in Zukunft weiter verändern. Immer weniger junge Menschen legen Wert auf ein eigenes Auto. Die steigenden Kosten machen das eigene Fahrzeug zudem immer unattraktiver. Deshalb bieten Unternehmen die Möglichkeit an, Autos mit seinen Mitmenschen zu teilen. Durch das Internet und Smartphone ist dies so einfach wie nie zuvor. Der Unterschied zu einer klassischen Autovermietung ist die Möglichkeit, Fahrzeuge rund um die Uhr ganz spontan und ohne großen Aufwand für einen beliebigen Zeitraum anzumieten. Bei dem privaten Carsharing stellen Autobesitzer ihr eigenes Fahrzeug anderen Mitfahrern zur Verfügung und können so die Wartung und Pflege finanzieren.

Foodsharing

Foodsharing-Stand in Berlin
Foodsharing-Stand in Berlin

Essen mit Fremden zu teilen klingt im ersten Moment etwas ungewöhnlich. Dabei wirft jeder Deutsche im Jahr knapp 82 Kilogramm Lebensmittel in den Müll, obwohl vieles davon noch essbar ist. Wieso sollte man also nicht Lebensmittel, die man nicht mehr benötigt, an seine Mitmenschen weitergeben? Die Plattform Foodsharing.de bietet Privatpersonen, Händlern und Produzenten die Möglichkeit, überschüssige Lebensmittel anzubieten oder abzuholen. So können überflüssige Lebensmittel an dankbare Mitmenschen weitergereicht werden und nichts muss weggeworfen werden. Geld soll dabei keines fließen, dies soll den Lebensmitteln wieder einen ideellen Wert geben.

Wohnungssharing

Baumhaus bei Airbnb angeboten Airbnb
Baumhaus bei Airbnb angeboten © Airbnb

Wohnen bei Fremdem wird immer beliebter. Vor allem in Großstädten gibt es inzwischen viele Möglichkeiten, private Wohnungen und Zimmer zu mieten. Wer ein Zimmer oder eine ganze Wohnung frei hat, kann seine Räumlichkeiten für einen bestimmten Zeitraum an Reisende vermieten. Dies ist für die Reisenden oft günstiger und gemütlicher als ein Hotel. Der Vermieter kann dadurch Geld verdienen und neue Menschen kennenlernen. Eine der größten Internet-Plattformen für die Vermittlung von Mietern und Vermietern ist Airbnb.de. Im Jahr 2012 stiegen die Gästezahlen um 250%, drei Millionen Menschen haben im letzten Jahr eine Unterkunft über die Webseite gebucht. Inzwischen sind die privaten Unterkünfte eine ernsthafte Konkurrenz für Hotels geworden. Das Portal CouchSurfing.org geht einen ähnlichen Weg, hier geht es jedoch nicht unbedingt um das kostenpflichtige Anbieten einer Unterkunft, sondern mehr darum, Reisenden möglichst kostenfrei eine minimale Schlafmöglichkeit zu bieten.

Alles sharen

Die Plattform fairleihen.de ermöglicht es, wirklich alles zu teilen, was man sich vorstellen kann. Von Büchern über Kameras bis hin zu Werkzeugen wird alles verliehen, was man derzeit selbst nicht benötigt. Das Prinzip dabei ist einfach. Nach der Anmeldung muss man selbst drei Sachen zur Leihe anbieten. Anschließend kann man selbst sofort alle Artikel ausleihen, die von anderen Mitmenschen angeboten werden. Sollte man etwas benötigen, werden die Adressen ausgetauscht und es wird ein Termin zur Übergabe der Sache vereinbart. Nach der Rückgabe kann dann eine Bewertung vorgenommen werden.

Wie Sie sehen, kennt das Teilen inzwischen keine Grenzen mehr. Gemeinsamer Konsum kann helfen die Umwelt und den Geldbeutel auf Dauer zu schonen. Probieren Sie es doch einfach mal aus.

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