Miles Carsharing im Check: Lohnt sich die Kilometerabrechnung?
Hand aufs Herz: Wer hat sich beim Carsharing nicht schon mal gestresst gefühlt, weil der Minutenzähler gnadenlos weitertickt? Stau, rote Ampel, kurz noch was aus dem Kofferraum holen – und zack, kostet das alles extra. Miles Carsharing macht Schluss damit und rechnet einfach nach Kilometern ab. Klingt erstmal genial, aber lohnt sich das wirklich? Wir haben den Anbieter unter die Lupe genommen.
Das Konzept: Zahlen nach Strecke, nicht nach Zeit
Miles dreht das klassische Carsharing-Modell um. Statt pro Minute zahlst du hier pro gefahrenem Kilometer. Das bedeutet: Im Stau stehen kostet dich keinen Cent extra. Parkst du kurz, um einen Kaffee zu holen? Kein Problem, die Uhr läuft nicht. Gerade in Großstädten mit viel Verkehr kann das ein echter Gamechanger sein.
Dazu kommt: Keine Anmeldegebühr, keine monatlichen Fixkosten. Du zahlst nur, wenn du fährst. Und zwar alles inklusive – Sprit, Versicherung und Parken in der Betriebszone sind bereits im Kilometerpreis drin. So weißt du vorher ziemlich genau, was die Fahrt kosten wird.
Was kostet Miles? Die Preise im Überblick
Die Tarife sind transparent und richten sich nach der Fahrzeuggröße. Hier die aktuellen Kilometerpreise:
- Kleinwagen (S) – ab 0,79 €/km (z.B. VW Polo, Opel Corsa, VW ID.3)
- Kombi & SUV (M) – ab 0,89 €/km (z.B. Audi A4 Avant, VW Taigo)
- Premium (Tesla) – ab 1,09 €/km (Tesla Model 3, Tesla Model Y)
- Kastenwagen (L) – ab 1,09 €/km (VW T6, Opel Vivaro)
- Transporter (XL) – ab 1,29 €/km (Mercedes Sprinter, VW Crafter)
Dazu kommt eine Unlock-Gebühr von 1 Euro pro Anmietung. Wer länger unterwegs sein möchte, kann auf Stunden- oder Tagespakete umsteigen – ein Tag im Kleinwagen gibt’s ab etwa 35 Euro. Das lohnt sich vor allem für Tagesausflüge oder Wochenendtrips.
Kleiner Tipp: Die Preise können je nach Stadt leicht variieren. In Hamburg zum Beispiel starten die Kleinwagen schon ab 0,79 €/km, während es in anderen Städten etwas mehr sein kann. Wer clever ist, checkt vorher die App. Wenn du generell wissen willst, wie sich die Carsharing-Kosten zusammensetzen, haben wir dazu einen ausführlichen Ratgeber.
Wo gibt’s Miles? Die verfügbaren Städte
Miles ist mittlerweile in zwölf deutschen Städten unterwegs. Und es werden immer mehr. Aktuell findest du Fahrzeuge in:
- Berlin & Potsdam
- Hamburg
- München
- Köln
- Düsseldorf
- Frankfurt
- Stuttgart
- Augsburg
- Duisburg
- Wuppertal
- Solingen
Gerade in Berlin und Hamburg ist die Abdeckung richtig gut – hier stehen an fast jeder Ecke Fahrzeuge. In kleineren Städten kann es schon mal sein, dass du ein paar Minuten laufen musst. Aber hey, Bewegung schadet ja nicht.
Die Flotte: Vom Stadtflitzer bis zum Sprinter
Was Miles von vielen anderen Anbietern unterscheidet: Die Fahrzeugauswahl ist riesig. Vom kleinen Opel Corsa für den Einkauf über den VW ID.3 als Elektro-Stadtflitzer bis hin zum Tesla Model Y für die Spritztour – hier ist für jeden was dabei.
Besonders praktisch: Miles hat auch Transporter im Angebot. Der nächste Umzug steht an oder du brauchst was Großes für den Möbelkauf? Ein Mercedes Sprinter oder VW Crafter lässt sich genauso easy per App buchen wie ein Kleinwagen. Das bieten nicht viele Carsharing-Anbieter.
Die App: So funktioniert’s
Die Miles-App hat mittlerweile über eine Million Nutzer und kommt auf 4,5 Sterne in den App Stores – und das nicht ohne Grund. Die Bedienung ist straightforward: Karte öffnen, Fahrzeug in der Nähe finden, buchen, mit PIN entsperren und losfahren. Fertig.
Während der Fahrt optimiert die App automatisch den Preis und zeigt dir an, ob ein Stundenpaket günstiger wäre als der Kilometertarif. Auch ein Tankstellen- und Ladesäulen-Finder ist integriert – falls der Tank mal leer sein sollte. Tanken und Laden ist übrigens inklusive, du zahlst also nichts extra dafür.
Für wen lohnt sich Miles?
Miles ist perfekt für alle, die sich beim Fahren keinen Zeitdruck machen wollen. Wenn du viel im Stadtverkehr unterwegs bist, wo Staus und Ampeln zum Alltag gehören, sparst du mit der Kilometerabrechnung bares Geld. Auch für mittellange Strecken – zum Beispiel zum IKEA am Stadtrand – ist Miles eine solide Wahl.
Weniger ideal ist Miles, wenn du lange Strecken auf der Autobahn fährst. Bei 100 Kilometern auf der A1 wird’s mit dem Kilometerpreis teurer als bei Anbietern mit Minutenabrechnung, die oft Langzeit-Pakete anbieten. Hier lohnt sich ein Blick auf die Unterschiede zwischen Stadt und Land.
Fazit: Miles – der Kilometerkönig
Miles hat sich mit seinem Kilometermodell eine echte Nische erobert. Keine Anmeldegebühren, transparente Preise, eine breite Flotte inklusive Transporter und eine solide App – das Gesamtpaket stimmt. Wer sich vom Minutentakt befreien will und vor allem in der Stadt unterwegs ist, macht mit Miles wenig falsch.
Unser Tipp: Einfach mal ausprobieren. Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur ein paar Minuten. Und wer weiß – vielleicht ist die Zukunft des Carsharings ja kilometrisch!
