Neuer Anbieter Scouter
Ohne große Ankündigung ist Ende 2014 der neue Carsharing-Anbieter Scouter an den Start gegangen. In den Städten Bonn, Nürnberg und Würzburg ist Scouter mit eigenen Fahrzeugen vertreten, zudem können Kunden zusätzlich 3.600 Fahrzeuge in über 200 Städten des Flinkster-Netzwerks nutzen.
Der Anbieter setzt auf das klassische Carsharing-Modell mit festen Stationen. Die Fahrzeuge haben also feste Stellplätze, die Parkplatzsuche entfällt dabei. Allerdings müssen die Fahrzeuge immer an derselben Station zurückgegeben werden, an der sie abgeholt wurden. In Bonn und München gibt es teilweise vorgegebene Quartiere, in denen die Fahrzeuge abgestellt werden können.
In der Flotte werden alle Fahrzeugklassen vom Kleinwagen über den Kombi bis zum Transporter angeboten, auch Elektrofahrzeuge können über das Netzwerk gebucht werden. Wie bei anderen Anbietern lassen sich die Fahrzeuge von Scouter vorab über das Internet buchen. Zudem steht eine App für iOS, Android und Windows zur Verfügung, mit der sich die Fahrzeuge auch ohne Kundenkarte öffnen lassen.
Scouter möchte sich vor allem durch ein flexibles Preissystem von den Mitbewerbern absetzen. Es gibt keine festen Vertragslaufzeiten oder monatlichen Grundgebühren. Je nach Bedarf können verschiedene Pakete zum Basistarif hinzugebucht werden. So gibt es beispielsweise Pakete, um die Selbstbeteiligung zu reduzieren, die Umwelt durch einen CO₂-Ausgleich zu schonen oder die Preise in der Nacht zu reduzieren. Im günstigsten Fall kann ein Fahrzeug bereits für 0,99 € pro Stunde gebucht werden (Kernzeit in der Entdecker-Kategorie).
Scouter ist in seinem Netzwerk mit den Anbietern Flinkster, book-n-drive, TeilAuto, Drive-Carsharing, Ford Carsharing, car2go, Multicity, einfach mobil und weiteren verbunden. Noch in diesem Jahr möchte Scouter weitere Standorte erschließen, bis zur Mitte des Jahres sollen rund 100 Scouter-Fahrzeuge in Deutschland verfügbar sein.